Indiaca

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Steckbrief

Indiaca ist ein Volleyball-ähnliches Rückschlagspiel für zwei Mannschaften. Spielgerät ist aber kein Ball, sondern die gleichnamige Indiaca, die mit der flachen Hand geschlagen wird.

Der Spielgedanke

Zwei durch ein Netz getrennte Mannschaften mit fünf SpielerInnen versuchen, durch Spielzüge (Ballannahme, Stellen und Angriffsschlag) den Ball, auch Indiaca genannt, mit der offenen Hand so in das Feld des Gegners zu schlagen, dass dieser nicht mehr regelgerecht zurück spielen kann. Jeder Fehler der einen Mannschaft wird der anderen als Punkt angerechnet. Gewonnen hat die Mannschaft, die in einem Spiel zuerst zwei Gewinnsätze mit je 25 Punkten erreicht hat, oder bei Turnieren mit Zeitspiel, am Ende der Spielzeit mehr Punkte gewonnen hat.


Das Spielgerät

Die Indiaca

Indiaca heißt auch das Spielgerät selbst.

Die Indiaca ist ein flaches, gelbes Schaumstoff-Kissen, das zur Stabilisierung der Flugbahn mit vier großen, roten Puten-Federn versehen ist.

Maße:

  • Schaumstoffkissen:
    7 - 8cm Durchmesser
    2 - 3cm Dicke
  • Federn: 18 - 20cm Länge
  • Gewicht: 50 - 60 Gramm

Das Spielfeld

Das Spielfeld ist ein Rechteck von 16m x 6,10m, das durch Linien auf dem Boden begrenzt ist. Die Linien gehören zum Feld und die Mittellinie ist Teil beider Spielhälften.

Die Angriffszone wird 3m von der Mittellinie in jeder Spielhälfte durch eine Linie abgegrenzt.


Das Netz

Über der Mittellinie wird ein Netz gespannt, das eine Breite von mindestens 6,30 m und eine Höhe von 0,50 m hat.

Die Netzhöhe variiert mit dem Alter der Spieler: von 2,00m bis 2,20m.

Die beiden Netzpfosten müssen 50cm vom Feld sein und den Schiedsrichter nicht behindern.


Die Angabe

Die Indiaca wird i.d.R. mit einer Hand gespielt. Der Unterarm gehört noch zum erlaubten Berühren.

Das Schaumstoffkissen wird meist mit der offenen Hand geschlagen und muss abprallen. Die Indiaca dreht sich während des Fluges bis zur stabilen Fluglage, in der die Federn den Schwanz bilden.

Die Angabe wird von hinter der Grundlinie - bei Schüler hinter der Angriffslinie - ausgeführt.

Bei der Angabe, darf die Indiaca das Netz nicht berühren.

Bei der Angabe, müssen alle Spieler feste Positionen auf dem Spielfeld einnehmen.


Der Spielvorgang

Die Indiaca darf bis zu dreimal auf der eigenen Netzseite von untersiedlichen Mitspieler gespielt werden. Ein Abwehrblock zählt nicht als Berührung.

Die Indiaca darf beim Spiel nur geradlinig geschlagen werden und muss unmittelbar nach der Berührung ohne Verzögerung abprallen.

Die Indiaca darf das Netz nur innerhalb des Spielfeldes überqueren.

Netzberührung ist mit Ausnahme beim Aufschlag erlaubt.

Ein Spieler darf während des Spielvorgangs weder das Netz, noch die Spannseile oder die Netzpfosten berühren.


Die Fehler

  • Beim Aufschlag darf die Grundlinie nicht berührt werden.
  • Die Mittellinie darf betreten, aber nicht übertreten werden.
  • Es darf kein Körperteil, weder in der Luft noch am Boden in das gegnerische Feld gelangen.
  • Innerhalb einer Mannschaft darf höchstens dreimal gespielt werden.
  • Aufstell- oder Rotationsfehler bei der Angabe


Die Spielwertung

Satzspiel

  • Um einen Satzgewinn zu erreichen sind 25 Punkte notwendig, mit mindestens 2 Punkte Unterschied.
  • Satzspiel wird auf zwei Gewinnsätze gespielt.
  • Nach jedem Satz werden die Seiten gewechselt. Im Entscheidungssatz wird bei Erreichen von 13 Punkten gewechselt.

Zeitspiel

  • Die Regelspieldauer beträgt 2 x 10 Minuten.
  • Bei außergewöhnlichen Spielunterbrechungen muss die verloren gegangene Zeit nachgeholt werden.
  • Eine eventuelle Verlängerung (beim K.O. - System) dauert mindestens 2 x 3 Minuten.

Für jedes gewonnene Spiel erhält die Mannschaft 2 Punkte.
Bei unentschieden (Zeitspiel) werden die Punkte geteilt.


Indiaca Geschichte

Indiaca stammt ursprünglich aus Südamerika. Nach Europa gebracht hat es 1936 der deutsche Sportlehrer Karlhans Krohn, der beim Spaziergang an der Copacabana das brasilianische Peteka-Spiel entdeckte. In einer Wortkombination aus Indianer und Peteka nannte Krohn seinen ersten serienreifen Ball "Indiaca". Somit gilt er als Gründer der modernen Indiaca.

Einen großen Schub bekam die junge Sportart Anfang der 70er Jahre und wurde zweimal als "Spiel des Jahres" vom Deutschen Sportbund (DSB) ausgezeichnet. In den folgenden Jahren schaffte es Heinz Karl Kraus, Indiaca als Turnspiel im Deutschen Turnerbund (DTB) zu verankern bis es 1990 in Deutschland erstmals ein einheitliches Regelwerk geschaffen wurde.


Indiaca International

Am 26.05.2000 wurde in Berlin die Internationale Indiaca Association (IIA) gegründet, die im August 2001 in Tartu / Estland die ersten Indiaca-Weltmeisterschaften und im Folgejahr in Karlsruhe den 1. Indiaca World-Cup veranstaltete.